Kulturelle Aneignung

aka cultural appropriation. Ich hab das bisher so am Rande mit verfolgt, blackfacing, Transmenschen die in Film und Fernsehen von Cis Menschen gespielt werden, etc. Probleme die ich nachvollziehen konnte. Jetzt hat sich so ein Designmensch namens Marc Jacob die Wut des Internets (TM) zugezogen. Es war wohl so dass auf einer Modenshow Models mit Dreadlocks über den Laufsteg getrippelt sind. Weisse Models. Es herrschte grosse Aufregung, meine Filterblase hat mir dann einen älteren Artikel zu dem Thema reingespült.

Ich bin wie üblich sehr hin und her gerissen. Ja, besetzt gerne Trans-Rollen mit Trans-Leuten. Ja, ändert nicht die Herkunft einer Rolle für einen Film wenn es nicht nötig ist.

Aber wir reden hier von Mode. Diese Aufregung um Klamotten, die ständig irgendwie doch gleich aussehen, viel kosten, ein grosses Spektakel für viele Leute sind, und anderen am Po vorbei gehen. Mode, die sich ständig an anderen Kulturen bedient, seien es Schnitte, Farbzusammenstellungen, Präsentation, whatever.

Wo fängt kulturelle Annektierung an und wann hört sie auch mal wieder auf? Muss ich mir als gebürtige Koreanerin jetzt komisch vorkommen wenn ich japanisch esse? Muss ich jetzt Japaner verhauen wenn sie koreanisch essen? Muss ich Europäer anmaulen wenn sie asiatisch essen? Muss ich aufhören deutsch zu essen?

Und mal ganz provokant gefragt, dürfen Transmänner existieren? Oder sollten sie sich gefälligst schämen, weil sie sich die männlichen Privilegien aneignen?

Könnten wir auch hier bitte so vorgehen, wie ich es mir für den Netzfeminismus (TM) wünsche? Angemessen, mit einer Prise gesundem Menschenverstand und etwas weniger um-sich-schlagen-und-treten-und-schreien?

 

Buzzword Bingo

Szenario 1:

Eine leicht gebräunte Frau steht im Bikini vor einer Wand. Wind plustert ihre dunklen Locken auf, und damit man das besser sieht, fuchtelt sie mit den Händen darin rum. Sie besteht aus Muskeln und einer ziemlich kleinen Menge Fett. Ich kriege aus Solidarität Hunger wenn ich ihren Bauch ansehe. Sie glänzt. Wahrscheinlich glänzt sie, damit man besser sieht, dass ihre Haut absolut makellos ist. Ich kriege Pickel wenn ich sie länger ansehe. Vermutlich Stresspickel. Sie guckt ein wenig seltsam. Ich glaube ich gucke auch so, wenn ich gerade aufgestanden bin. Und ihr Mund steht ein wenig offen. Vielleicht ist sie verwirrt. Oder denkt nach. Vermutlich denkt sie an Kaffee. Oder an Käsebrötchen.

 

Szenario 2:

Ein Auto. In leicht schräger Frontansicht. Es glänzt, es wurde vermutlich vor 0,7 Sekunden frisch poliert. Es hat vier Reifen, 2 Türen, Fenster, was Autos halt so haben. Sonst kann ich dazu nichts sagen, weil ich mich mit Autos nicht auskenne. Auf der Motorhaube des Autos liegt eine Frau im Minirock mit aufgeknöpfter Bluse, der BH ist rot und scheint aus viel Spitze und wenig anderem Material zu bestehen. Die Frau besteht auch aus wenig anderem als Muskeln und minimalst Fett. Sie liegt in dieser klischeehaften „lasziv räkeln“ Position da. Ein Bein angewinkelt, ein Bein ausgestreckt, Rücken durchgedrückt, Kopf in meine Richtung, eine Hand fuchtelt in den Haaren, eine Hand spielt am BH rum. Sie glänzt fast so sehr wie das Auto. Sie schaut ebenfalls etwas seltsam drein und auch ihr Mund ist etwas offen. Vielleicht denkt sie auch gerade an Käsebrötchen. Oder Mett-Igel.

 

 

Beide Szenarien sind Plakate. Auf einem steht „[Markenname] Beachwear“ und kleiner „[Modellname] Bikini. Auf dem anderen steht „Geiles Teil. Der neue [Automarke] [Modellname]“ und kleiner „ab [Preis] Euro“.

Auf einem dieser Plakate hat jemand den Aufkleber mit dem aufgeregtem Text „Sexistische Kackscheisse“ angebracht.

Der Aufklebergewinner ist Szenario 1. Szenario 2 ist frei erdacht und ist mir in ähnlicher Form lange nicht mehr vor Augen gekommen.

Ok, ich bin verwirrt. Ich sehe ein, dass man Sexismus anprangert. Ich bin verstört, was zur Zeit alles als „sexistische Kackscheisse“ bezeichnet wird. Diese Leute aus Szenario 1 wollen Bademoden verkaufen, sie heuern dazu Marketingleute an, diese heuern teure Fotografen und teure Models an, und so weiter.

Entschuldigung, aber wie sollen diese Leute Bademode verkaufen, ohne die Bademode zu zeigen? Kommt mir jetzt bitte nicht mit „Jaha, aber diese Frau auf dem Plakat trägt bestimmt nur Grösse 34, ausserdem ist sie gephotoshopped (photogeshopped? gephotoshopt?) das Foto zigfach überarbeitet worden und sie selber wurde vermutlich eingesprüht, eingeölt und dann nochmal eingesprüht, das ist überhaupt nicht realistisch!!!1111″ Wenn es darum geht, klebt Aufkleber „lookistische Kackscheisse“ (was auch keinen Sinn ergibt, da die Frau auf dem Bild keine andere Person aufgrund ihres Aussehens diskriminiert) oder lasst euch ein schickes Buzzword einfallen für „Dieses Bild impliziert ein Schönheitsideal fernab der Realität und hat einen negativen Einfluss auf ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper!“.

Aber bitte stempelt solche Dinge jetzt nicht auch unter Sexismus ab, das verstehe ich nicht, und dann finde ich das alles wieder doof und seltsam und dann geht es meinem Gehirn schlecht. Erschwerend kommt hinzu, dass ich dann das Sexismus anprangern als überhöhten Aktionismus von Leuten, die sich gerne Probleme machen, wahrnehme und durch die reine Flut an „Sexistische Kackscheisse!!!111“ ein Überreiz entsteht, ich genervt darauf reagiere und die Szenarien, die wirklich nichts als dämlicher Sexismus sind, dadurch unter der Flut ersaufen. Das fände ich a) schade, b) sehr kontra produktiv, und b ist deutlich schlimmer als a. Und schadet meines Erachtens wirklich viel mehr als es irgendwem hilft. Also lasst das. Bittedankeschön.

 

More science, bitches!

Ich war jetzt auf zwei Science Slams in Berlin. Es steht 1:1. Der erste im Jahr 2015 war etwa so wie erhofft. Unterhaltsam, von Themen mit denen ich gar nichts anfangen kann (Biologie) zu Themen, die mich irgendwie interessieren (Informatik). Ausserdem gab es Vorträge über Politiker die Wurst essen, Dressgate, Gesichtsblindheit und Teilchenphysik. Die Vortragenden waren grösstenteils gut, lediglich ein Vortrag ist mir in Erinnerung geblieben mit verstörenden Folien, schwer verständlichem Vortrager und mein Hirn hat sich nach sehr kurzer Zeit verabschiedet.

Voller froher Erwartung stand ich dann also kürzlich in der Kälte um dann mit viel zu vielen Leuten zwangskuscheln zu betreiben und harrte der Vorträge die da da kamen.

Sie kamen, und die meisten liessen mich zurück mit „Häh?“ Einer hielt einen Vortrag über ein Computermodell, das den weiblichen Ei-Zyklus simuliert. Ok. Dabei fiel oft der sehr beliebte Begriff „sexistische Kackscheisse“ und irgendwie soll das ganze dann helfen um Kinder zu kriegen. Soweit, so hilfreich. Unterhaltsam, etwas inhaltsarm.

Eine Dame bewarb ihr neues Buch und war nebenbei wohl Linguistin. Die Forschung bezog sich auf die gesellschaftliche Entwicklung der deutschen Sprache unter Einfluss von „Kurzdeutsch“ (the language formerly known as türkendeutsch). Unterhaltsam, keinerlei Information wie die Forschung ablief, ausser vielleicht viel Zeit mit einem Diktiergerät in diversen Stadtteilen zu verbringen. Kurz, inhaltsarme Werbeaktion für ein Buch.

Meinen Aussetzer hatte ich bei einem Vortrag in dem eine Frau über Hexen. Wurde als Forschungsarbeit angekündigt. Nach etwa 2 Minuten dachte ich „zefuck? Dafür kriegt die Geld?“ Der Inhalt lässt sich in wenigen Worten so wieder geben.

Ich finde Hexen total spannend und hab mal eine Stunde gegooglet. Also Hexen gibt es auch ganz viele in Berlin, ausserdem sind die total feministisch und voll naturverbunden. Und echt voll spannend. Total interessant. Guckt, ich habe ein paar Punkte in einer Karte gemacht. Ausserdem feiern die auch voll oft, manchmal richtig geheimnisvoll und so. Hier sind ein paar Fotos. Echt total spannend. Hexen! Yay!

Das ganze in 10 Minuten Geschwurbel gepackt. My brain hurt.

Ein Vortrag, bzw. eine Werbeaktion für ein Magazin, das die ähm, ja, Forschung, über die erfolgreichsten Printmagazine in Deutschland umsetzt. Die Datenbasis umfasste dann also TV Zeitschriften, Politik-Magazine, Lifestyle und so ziemlich alles. Prima Vergleich. Warum? Vermutlich weil sie es können. Gelernt habe ich dass das häufigste Titelmotiv eine blonde Frau in weissem Oberteil ist. Zumindest bei TV Zeitschriften. Das Magazin, das die Daten enthält, listet also viel Statistik, warum auf Seite 8 mehr Lifestyle also Sport ist, und warum auf Seite 10 so viel Werbung sein darf. Wofür das ganze gut sein soll? Ich habe keine Ahnung. War so mittelunterhaltsam.

Ein nett gemachter Vortrag über Forschung an E.Coli Bakterien. Keine Ahnung warum.

Gewinner war ein Gesundheitsökonom der über Krankenhaus-Zuschüsse bei Geburten in bestimmten Gewichts- und Risikoklassen erzählt hat. Interessant. Verdient gewonnen, weil der rundeste Vortrag.

Ich war insgesamt reichlich underwhelmed, und fürchte ich muss jetzt noch mindestens ein weiteres Mal im Lido zwangskuscheln um herauszufinden ob der eine gute Abend oder der eher verschwendete Abend Standard für die Science Slams ist. Ich hoffe mal ich kriege eher wieder so etwas wie 2015 vorgesetzt.

Rassisten umständehalber abzugeben

Wir suchen dringend ein neues Zuhause für unsere Rassisten. Sie sind zw. 15 und 95 Jahren, mittelmässig stubenrein und vertragen sich prima mit sich sich selbst. Neue Halter sollten also bitte Gruppen abnehmen, damit die Rassisten weiter mit sich selber spielen können.

Unsere Rassisten kommen mit unangemessen Vorurteilen, Starrköpfigkeit und der Bereitschaft sich durch keinerlei Fakten von ihrer erdachten Realität ablenken zu lassen.

Unsere Rassisten sind teilweise gewaltbereit, ein grosses Gehege in die sich austoben können, wäre also von Nutzen. Als Spielzeug schlagen wir kleine Puppen vor, bevorzugt kleiner als 1.60M, damit auch die kleinen Rassisten nicht verängstigt sind. Färben Sie die Puppen am besten dunkel ein, dann werden auch die eher schüchternen Rassisten richtig aggressiv.

Damit Sie nicht versehentlich eine Rassisten-Zucht beginnen, legen wir Ihnen nahe, die Rassisten nach Geschlechtern getrennt zu halten.

Unsere Rassisten sind meist tierlieb (Hunde bevorzugt), spielen gerne im Freien und haben gelegentlich Störungen in der Motorik, die sie zwingt einen Arm hochzureissen.

Unsere Rassisten sind erziehungsresistent was die Themen Weltoffenheit, Toleranz und Empathie betrifft, ansonsten sind sie – zumindest die jüngeren Exemplare – durchaus lernfähig.

Unsere Rassisten zeichnen sich aus durch ihre bedingungslose Liebe zu ihrem Vaterland (auch wenn dies eine gedankenspielerische Metapher für etwas unklares ist), der Fähigkeit so ziemlich jede Unzufriedenheit in ihrem Leben auf Den Ausländer(TM) zu schieben, dem Talent Den Frauen(TM) gerne Vorschriften machen zu wollen und generell zu wissen wo Der Hase(TM) läuft.

Die spezielleren Exemplare unserer Rassisten sind ausserdem Anhänger diverser Verschwörungstheorien, so glauben manche gerne daran dass die USA eigentlich bereits die Welt regieren, dass Deutschland eine GmbH ist und sowieso alles von Den Juden(TM) gedeichselt wurde.

Leider müssen wir uns von unseren Rassisten trennen, da sie das Wohnklima verpesten, die Stimmung vermiesen und uns in einem verdammt schlechten Licht dastehen lassen.

Auf Wunsch liefern wir Ihnen die Rassisten mit Zubehör (Baseballschläger, Plakate mit sinnentleerten Parolen, Ziegelsteinen und Bierflaschen).

Zögern Sie nicht, geben Sie unseren Rassisten ein neues Zuhause. Eigentlich ist uns egal ob es ein verständnisvolles neues Zuhause voller Liebe ist, oder nicht. Hauptsache wir sind sie los.

Too easy vs. meine eher begrenzte Geduld

Es gibt ja Leute, da denke ich schon bei der ersten Nachricht, oh, willkommen bei Fun with OkC!

So ein Kandidat war auch Mr SomeNameWithPin, aus Texas mit 51% Match, 32% Enemy. Man bedenke jetzt auch dass Texas nicht direkt „near me“ ist.

Also ich habe das bedacht, Mr SomeNameWithPin hat das fröhlich ignoriert, und viele andere Punkte auch.

Mr SomeNameWithPin

Hi,

Thanks for giving me the opportunity to get to know you. I believe we are both new to this dating scene, Anyway

where there is a will there is a way. I just signed on this site a month ago and i have never make use of it until i discover my subscription will expire. I’m in search

of my Soul & Dream Mate, Lover and Life Companion.

Let me give you a brief introduction of me

übellaunigeLain:

what? I never gave you anything!

Mr SomeNameWithPin denkt sich ‚keine Ahnung was die da schreibt, ich mach mal weiter‘

i know how you doing?

Ich gehe davon aus dass er das nicht weiss, warum fragt er mich ob er weiss wie es mir geht?

you don’t know how I’m doing

Ein kurzer Hoffnungsschimmer, Mr SomeNameWithPin scheint zu merken dass er nicht direkt willkommen ist.

sorry to disturb you

Leider lässt er sich von solchen Sachen nicht aufhalten, siehe oben, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

do you mind if we get to know each other better

what is the problem

do you have facebook

?

Jup, Satzzeichen haben definitiv ihre eigenen Nachrichten verdient.

Das ging so schnell, ich kam gar nicht hinterher mit antworten

well, simply stop disturbing me then, instead of being sorry for it

Mr SomeNameWithPin ist ein Mann des Wortes und weniger ein Mann der geistigen Transferleistung.

what is the problem what wrong with you

am new here i want to get to know you better

am sure you have been through a lot just give me a try to get to know you better okay

Mehr Nachrichten-Schwemme. Ich fange an geistig mit den Armen zu rudern.

nope, not giving you anything here. about „what wrong with“ me? nothing is wrong with me, I dare say the problem is on your side

Davon hält Mr SomeNameWithPin auch nicht soviel.

chill

you just been ash i need you to be calm here

Hier fühle ich mich kurz wie ein überaufgeregter kleiner Hund…

where you from ?

Ach, Profil lesen, selbst die ganz kurzen Informationen, aber ach, was reg ich mich auf.

Übrigens bin ich nicht direkt gut bewandert, in der aktuellen Umgangssprache in den USA/in Texas.

chill? ash? I sense some contradiction

Was man nicht lesen will, ignoriert man eben.

where you from

do you have facebook ?

Ich neige dazu meine Geduld zu verlieren

how about you learn to read properly, and don’t bother people on okcupid until you manage that?

Mr SomeNameWithPin fühlt sich in seinem Fragefluss unterbrochen.

i feel you have been hurt alot of time that why you acting this way but this is a free dating site

Bin versucht einen Jedi-Witz zu machen. Das würde aber zu lange dauern und er spricht bestimmt gleich weiter. Also lieber schnell einhaken.

yes, free. as in feel free to go on

Da, er war schon wieder am tippen.

where you from

?

i am White/Caucasian. I’m 5’8, Self

Employed I am a petrol chemical Engineer. Widow, lost my wife 8 years ago in an auto crash. I’m a man with a

strong heart,loving, caring, honest, compassionate, affectionate.

Und vielleicht ein wenig doof?

Es war jetzt ca. halb 3 und eigentlich wollte ich schlafen gehen. Der Ignore Button erscheint mir immer sympathischer.

oh gods above or below. you don’t get it, do you?
go on, learn to read, or maybe learn to understand what you read.

Das wirft wieder Fragen auf bei Mr SomeNameWithPin

why you talking to me this way

Steilvorlage, was soll man da machen?

because I can, and because I feel the urge to do so

Mehr Fragen.

why will you act like that

to me now i feel your ash tone

with me

Das verstehe ich nicht ganz, konnte mich aber nicht wehren weil ich am Zähneputzen war und nur mit einer Hand tippen konnte.

see above

Now you made Mr SomeNameWithPin sad

you chasing me away from you and you make me feel sad

Ich fühl mich schlecht.

shame

Das kommt gut an.

yes

that what i feel now but it okay

well i just wanted to know you better

Schande über mich, aber mir fällt nichts mehr ein. Dieser Ignore-Button sieht echt verdammt gut aus.

you won’t, duh.

Mr SomeNameWithPin ist jetzt wieder ein sad bunny.

i want to be the one you seek in the morning and the one you hold at night but now i want to be there from now till tomorrow

but i see you hard to get and all

it so unfair

i was lost now this is the first time in 8 years

i tried a dating site and this is a ll i get

Schon wieder eine Nachrichtenschwemme, zum Glück war ich jetzt die Zahnbürste los.

ah, so you wanna be coffee in the morning, and a blanket at night? good luck with that

well, it’s a jungle out there

Uffz, es scheint vorbei

okay thank you so much

Soll ja keiner sagen dass ich unhöflich wäre

you’re welcome

Aber Mr SomeNameWithPin will nicht nur das erste, sondern auch das letzte Wort haben

you are welcome

too

Eh, what? Na egal, Hauptsache es ist aus zwischen uns. Das waren mal wirklich anstrengende 20 Minuten.

Hab ich ein schlechtes Gewissen? Nope. Selbst wenn es seine erste Dating-Seite war,  früher oder später muss er ja eh von der Realität eingeholt werden. Lernen wird er daraus nichts, und ich lerne immerhin – äh, ja, was eigentlich? Ach ja, nachts nicht mehr auf solche Dinge zu antworten (das habe ich natürlich nur für’s Blog getan) und dass ich mal rausfinden sollte was „ash“ umgangssprachlich bedeutet.

Und dass ich einhändig echt langsam tippe auf dem Handy.

Besser leben durch Farben

Damit meine ich natürlich keinesfalls Kleidung, und schon gleich gar nicht meine.

Nein, ich meine wenn ich plötzlich Stadtplanerin wäre (und phänomenal viel Budget hätte). Dann würde ich nämlich so etwas wie U-Bahnlinie $Zahl eintüten und Farben nehmen. Die Stationen heissen dann nicht mehr $Strassenname sondern, Cyan -20, oder Rot 140 und zeigen gefälligst die anliegenden Strassennamen an.

Ausserdem sind die Tunnel gefärbt, man erkennt also recht schnell ob man gerade in die richtige oder falsche Richtung fährt, anhand der Farbe, die wahlweise schwächer oder intensiver wird. Haltestellen sind in ihrer jeweiligen Farbe gekennzeichnet, und zwar in Grösse der Werbetafeln an den Stationen und enthalten in einer ordentlichen Kontrastfarbe ihren Farbwert, plus anliegende Strassen. Dann muss man nicht mehr so genau hinschauen ob man hier aussteigen möchte oder nicht. Pfeile markieren in welche Richtung die Farbe abnimmt und in welcher sie zunimmt.

Bei Stationen, an denen sich Linien kreuzen, werden die Gänge zu den jeweiligen Linien entsprechend gefärbt. Überirdisch zeigen einem Farbtafeln unter den Strassenschildern an, in welchen Linienbereichen man sich gerade aufhält.

Dann heissen die Anreisebeschreibungen plötzlich „Nehmen Sie Gelb ansteigend bis Gelb-Magenta, steigen Sie dort in Magenta absteigend und steigen Sie an Magenta -30 aus.“ Nix mit blöden Strassen-Namen und verstörtem Rumgelaufe wo es jetzt zur U$5 ging.

Man kann Gespräche führen „Wo musste denn lang?“ – „Ich fahr Grün bis 120“ – „Oh cool, ich komm mit und steig an Grün-Blau aus“, oder „Mann, Gelb war heute wieder sauvoll“.

Also, make it so und Finger weg von meiner schwarzen Kleidung!

 

Trolle trollen

Ach, ja, die können nix dafür, dass ich quasi gelangweilt rumliege und nur darauf warte, dass mir jemand dumm kommt. Trotzdem, sollen sie mir halt nicht dumm kommen.

Also nicht wie abc123 (was steckt hinter solchen Kürzeln aus Buchstaben und Zahlen? Deren Passwörter?)

Egal, abc123 also (47% match, 39% enemy, ausserhalb meiner Altersrange, ausserhalb meines Einzugsbereiches)

hiii🙂

TrollbackLain

nooo😦

Schwer zu verstehen, offensichtlich.

abc123

???

TrollbackLain

!!!

Das System erschliesst sich ihm nicht.

abc123

🙂

Das kann ich ja so dann auch nicht stehen lassen.

TrollbackLain

I just wanted you to realize the „quality“ of your messages

Warum höre ich nicht auf den Leuten etwas erläutern zu wollen?

abc123 ist auch nicht um eine Ausrede verlegen

ah okay🙂 sorry I am new here

Hm, ja, was soll ich sagen. Dann schreibt mich halt nicht an. Ansonsten trolle ich halt Trolle und hoffe dass sie sich trollen.