Dichter schlachten

Also ganz so blutig ist es nicht wie es vielleicht klingt. Es läuft daraus hinaus, daß auch in Würzburg Poetry Slams bzw. Dichterschlachten stattfinden. Und das ist auch gut so.

Ich war gestern also das erste Mal das Angebot in Würzburg auschecken. Entschuldigung, aber da Hip-Hop gestern des Öfteren zum Thema gemacht wurde, kann ich da schwer bis gar nicht wiederstehen.

Nunja, es war einigermaßen voll, allerdings bietet das AKW jetzt bei weitem nicht so viel Platz wie die Centralstation aus DA, von der ich die Idee schon kannte. Im Großen und Ganzen bestanden ca. 1/4 der Leute aus Teilnehmern + Groupies.

Die Frauenquote war so hoch, daß auch die „Jungs vom Sägewerk“ die Damen problemlos an einer Hand abzählen konnten. Entgegen anfänglicher Sorgen handelte es sich bei den Texten der Damen nicht um prämenstruelle Oden an den Eisprung, auch wenn eine der beiden durchaus aussah als käme sie gerade von dem Treffen der „jungen, starken, emanzipierten Frauen von Heute“.

Das Ereignis war beruhigend ähnlich den vertrauten Abenden aus Darmstadt, das Programm war gemischt, der „featured Slammer“ war ein gewisser Lars Ruppel, der sich ja durchaus einen Namen erarbeitet und auch verdient hat. Der Moderator war bemüht, die kleine Band vielleicht verzweifelt, der Gesamtabend war gelungen.
Beeindruckend ist immer wieder von woher die Leute anreisen, ich glaube es waren 1-1.5 Lokalgrößen vertreten, ansonsten Coburg, Bamberg und Sonstwoher. Schön, aber auch schade. Wie immer bin ich völlig von den Socken wie überhaupt irgendein Mensch soviel Arsch in der Hose besitzt, an so etwas teil zu nehmen (teilzunehmen? teil zunehmen?), alleine dafür gebürt jedem Teilnehmer jede Menge Respekt.

Ein schlechtes Gewissen gepaart mit Erleichterung gabs auch. Schlechtes Gewissen weil ich seit schon fast Jahren nichts mehr zu Papier bringe, Erleichterung weil es besser so ist, dann verglichen mit denen da auf der Bühne gewinne ich nichtmal einen ertrunkenen Kaktus ohne Blumentopf.

Alles in Allem, danke Würzburg, du bist nicht ganz so hinterwäldlerisch, einmal im Monat ist mein Sonntagabend jetzt gerettet.

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