Kino und kein Roman des Jahrzehnts

Ich war in Schräger als Fiktion. Mit viel Sorge darüber ob ich danach wieder ein schrecklich schlechtes Gewissen haben würde angesichts der Tatsache dass ich faktisch nicht schreibfähig bin. Ging aber. Der Film selber … hm … ja … ich weiss nicht. Ich stehe ja auf Emma Thompson und Maggie Gyllenhall. Aber der Hauptdarsteller … Will Irgendwas (kann er aber nicht). Ich will keinesfalls behaupten dass er schlecht war, irgendwas an ihm mochte ich nicht. Vielleicht kommt mir der Film zu unausgegoren vor, zuviel Schwanken zwischen Komik und Ernst. Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen. Und vielleicht haben mir die Idioten im Kino den Film versaut. Ich hasse es einfach wenn ich mich auf einen Film freue und dann einige Leute drin sitzen, die an wenig amüsanten Stellen laut und lang lachen und dabei wie Schafe klingen. Das nimmt mir die sofort etwas Freude am Film. Und hat desaströse Folgen für mein Vergnügen.

Jetzt muss ich mir Sorgen machen wenn ich Smoking Aces sehen will und 300. Und meine fiese bessere Hälfte zwingt mich in Ghost Rider zu gehen. Alleine die Vorstellung treibt mir Tränen in die Augen, allerdings habe ich gedroht ihn bei jedem „Let’s ride“ zu beissen. Ansehen muss ich ihn zwar trotzdem, aber er wird darunter genauso leiden wie ich.
Und ein schlechtes Gewissen habe ich jetzt trotzdem wegen der Unfähigkeit zu schreiben. Aber ich lese in letzter Zeit wieder zuviele Bücher die mir klar machen dass ich so etwas nie erreichen werde. Frustrierend, irgendwie. Jedoch merke ich jetzt beim Schreiben dass ich diese Sache eigentlich abgehakt habe. Ich trauer ihr ab und an nach, aber ohne das Bedürfnis etwas zu ändern. Es scheint als hätte ich eingesehen dass das nicht „my way“ sein wird. Schade, gewissermassen, denn zuviel Realismus tut mir nicht gut. Es kann auch Angst vor dem Versagen sein, das will ich gar nicht leugnen.
Und blöderweise habe ich völlig vergessen ob ich jene Kurzgeschichte eigentlich eingesandt habe oder nicht. Diese ganze Zeit des Klinikaufenhalts habe ich mit einem hübschen Nebel des Verdrängens umgeben. Es ist möglich dass ich sie eingeschickt habe und nie eine Antwort erhalten habe. Es war aber glaube ich wirklich nicht die richtige Thematik fürchte ich. Anderseits, gibt es eine richtige Thematik? Ist nicht alles was jemand für niederschreibenswert hält, in diesem Moment die richtige Thematik? Sicherlich gibt es auf der Welt abertausende Bücher, die die Welt tatsächlich nicht braucht. Trotzdem möchte ich nicht diejenige sein die den Autoren das Recht dafür abspricht.

Na prima, und schon bin ich wieder frustriert. Mein Therapeut würde mir auf die Finger hauen dafür. Und ich muss zugeben es gibt Augenblicke da vermisse ich ihn …

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