Yet another Krankheitsblog?

Da redet man sich tagelang ein dass man vernünftig sein sollte. Dass eine Verhärtung alles sein kann. Dass man nicht in Panik verfallen sollte. Dass eine Stanzbiopsie ein notwendiger Folgeschritt sein kann (der übrigens weh tut wie Sau, lasst euch niemals einreden das wär nur ein kleiner harmloser Eingriff!) und immer noch nichts zu bedeuten hat. Man versucht all diese Horrorszenarien irgendwie im Griff zu haben.

Und dann erfährt man dass dieser ganze Aufwand völlig für den Arsch war weil eben doch das Worst Case Szenario eingetreten ist.

Meine Theorie war durchaus richtig. Auch dieses Jahr haut mir derbe aufs Maul. Der Versuch sich mit dem Körper anzufreunden war hochgradig fruchtlos. Mein Körper will nämlich nicht mein Freund sein. Der dachte sich dass Brustkrebs so phänomenal toll ist, dass ich das auch haben müsste.

Alles also wieder auf Anfang. So Gedankengänge wie „puh, wenigstens nicht die Brust mit dem Tattoo“ sind völlig berechtigt. So Scherze wie „hey, sie mögen klein sein aber immerhin hab ich eine Brustprothese“ darf ich dann wohl doch reissen.

Also ja, ich habe Brustkrebs. Und ja, ich werd meinem Blog hemmungslos was vorjammern wann immer mir danach ist. If you don’t care, don’t come to read.

Wenn mein Körper nicht mein Freund sein mag, freunde ich mich halt jetzt mit einer Flasche Wein an. So.

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Ein Gedanke zu “Yet another Krankheitsblog?

  1. Ach du scheisse! Haben die es wenigstens früh genug erkannt, um noch schlimmeres zu verhindern? Gib mir mal deine Adresse und T-Shirtgröße!

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