It’s not that I don’t care

aber bei all den weltweiten Fuck-ups im kleineren und grösseren Ausmass weiss man doch eigentlich gar nicht mehr worüber man sich zuerst aufregen soll.

Klar, man kann sich einreihen in die Leute denen gerade alle Hutschnüre platzen angesichts unserer deutschen Politiker, und es *ist* zum kotzen was hier gerade abläuft, überhaupt keine Frage. All dies ist jedoch kein Grund von einer Bundesrepublik China zu reden. Währen wir in China, hätten wir zum Beispiel Meldungen über ein beschnittenes Google. Wenn es denn sein muss, dann sind wir ein bischen Australien (G’day mate!). Aber statt nur zu schreien und überhastet Parteien beizutreten, wäre es schön etwas Ruhe zu bewahren und lieber konstruktiv zu sehen was man tun kann. Unterstützen der Klage vor dem Verfassungsgericht, sachliche Aufklärung, etc.

Man könnte aber auch überlegen was man davon hält dass die IKB Milliarden-Bürgschaften zugesprochen bekommt, was man davon hält dass Arcandor nicht vom Staat gerettet wird, warum in Island wieder die Walfangsaison eröffnet wurde, warum der Bundestag das BSI Gesetz hat durchgehen lassen oder wie lächerlich es ist dass die Popkomm abgesagt wird und als Schuldigen die Diebe im Internet angibt. Oder wie es kommt dass Politiker jetzt wahlkampf-bezogene Versprechungen zum Thema Steuersenkungen machen, die jeder nach 2 Sekunden Denken als albern abtun kann.

Eine weitere Option ist sich fürchterliche Sorgen über die Situation im Iran zu machen, nachdem Chamenei heute nochmal deutlich einer Neuwahl wiedersprochen hat, Ahmadineschad als klaren Sieger bezeichnet und recht unverhüllt mit Gewalt auf weitere Demonstrationen droht. Freuen kann man sich immerhin über die technische Unterstützung die von allen möglichen Institutionen und Privatleuten gestellt wird. Twitter verschiebt Maintenance, Facebook und Google sprechen jetzt persisch, YouTube hat seine Policy abgeändert damit die Videos von Iranern online bleiben können, jede Menge Twitteruser haben ihr Profilbild grün gefärbt um Solidarität zu zeigen. Viel mehr tun können wir einfachen Leute nicht, aber wenigstens zuhören bzw. mitlesen können wir. #iranelection

Also, wo soll man anfangen sich zu engagieren, wo soll man aufhören?

Ich persönlich berufe ich mich auf meine persönliche Fuck-up Situationen in der mir ein wenig die Kraft fehlt mich über alles was noch so abläuft ernstlich aufregen zu können, aber das heisst wirklich nicht dass es mir egal ist. Aber wenn ich zuviel darüber nachdenke, verlier ich nur den Verstand.

(Title ref: And you will know us by the trail of dead, So divided, So Divided)

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