Die unerträgliche Was-auch-immer des Seins

Meh. Ich hab eigentlich derzeit keinen echten Grund mich zu beschweren, fühle mich aber immer etwas pienzig. Ich weiss nicht ob das daran liegt, dass ein unterbewusster Teil von mir der Meinung ist, ich müsste jammern weil ich ja quasi noch krank bin. Dabei gehts mir ja nicht wirklich schlecht, ich bin nur unzufrieden mit der Gesamtsituation wie man so schön sagt. Vielleicht leide ich an akutem Sommerloch.

Ich arbeite nicht, also nicht wirklich, ich nutze meine viele Zeit leider auch viel zu selten für ansatzweise sinnvolle Dinge, aber auch nicht für spassige Dinge. Meistens liege ich lethargisch auf dem Sofa rum. Und bin frustriert. Ja, das ist kein Wunder dass sie schlecht schläft und ständig unzufrieden ist, mag sich der Aktionismus-orientierte Leser jetzt denken. Danke, soweit war ich auch schon mit meinem Latein (und meiner Verhaltenstherapie).

Gelegentlich gelingt es mir ja auch etwas zu tun, meistens hält das jedoch nicht lange und ich verbringe mehr Zeit damit mich zu irgendwas aufzuraffen als wirklich etwas zu tun. Dabei wäre es ja nicht so als gäbe es nichts zu tun. Ich hab hier tatsächlich noch ungelesene Bücher, meine Terror-Redakteuse wär sicherlich auch froh wenn ich ihr mal nen Text vor die Füsse werfe, meine Wohnung fände etwas Zuwendung sicherlich nicht direkt schlecht und meine Arbeit wäre wohl auch nicht undankbar wenn ich mir darum mehr (konstruktive) Gedanken machen würde. So viel zu tun, so wenig Lust.

Selbst Haus verlassen ist so eine Sache, ich *weiss* dass es da draussen das Eine oder Andere gibt, was man tun könnte. Ich verlasse nur nicht grundlos das Haus. Da hat es tatsächlich Vorteile wieder zur Physiotherapie verdonnert zu sein, da bin ich dann eh schonmal draussen, und versuche wenigstens nicht sofort wieder nach Hause zu rennen, abgesehen davon ist rennen bei dem Wetter eh ein no go (hach, ich hoffe jemand hat das grandiose Wortspiel erkannt). Im Zweifelsfall endet es halt wieder damit, dass ich versuche mich unauffällig im Hermke rumzudrücken in der Hoffnung dass die mich irgendwann mal mit Mobiliar verwechseln und nicht mehr versuchen mir etwas zu verkaufen sondern einfach akzeptieren dass ich da rumstehe / rumsitze.

Gut, das is übertrieben, abgesehen von den gelegentlichen „Kennst du eigentlich schon … “ Attacken lassen die einen ja in Ruhe, man muss nur überzeugend genug vermitteln dass man jetzt gerade nichts kaufen will. Was mir persönlich etwas schwer fällt, weil mich in dem Laden immer eine prinzipielle Kaufbereitschaft überkommt. Heute hats jedoch gut geklappt, 2x mal die Attacke erfolgreich abgewehrt, Interview gemacht, noch ein wenig Zeit totgeschlagen und ohne Geld dortlassen gegangen. Ha! Interview gibts dann irgendwann die Tage an anderer Stelle online. Und gelernt habe ich, dass das iVoice Pro mit meinem Pod prima funktioniert und Batterieleistung zieht wie nichts gutes. Jetzt bräuchte ich nur jemanden, der mir das alles abtippt. Und die Kinder auf diesem Spielplatz tötet. Aber ach, das Leben ist kein Ponyhof.

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