Und schon wieder was gelernt

dabei habe ich wirklich versucht, es zu vermeiden 🙂

Da ich mich ja im Dezember in Reha tummeln werde, und dort auch ein Schwimmbad existiert (und womöglich so eine Art Wassergymnastik Kurs), dachte ich mir, es sei dochmal an der Zeit sich so einen Badeanzug mit Prothesentasche zu besorgen.

Ein kurzer Blick in diverse Online Shops hat mich bereits mit Sorge erfüllt. Alles eher so gar nicht mein Geschmack. Dann bin ich also mit Rezept und wenig Hoffnung bewaffnet zum Sanitätshaus meines Vertrauens gepilgert. Eine wirklich ganz fürchterlich freundliche Mitarbeiterin nahm mich meiner an und zeigte mir die Auswahl. Uh. Ja, also. Farbenfroh. Farbenfroh ist eigentlich gar kein Ausdruck. Sehr bunt, zu bunt. Der Farbphobiker (laut neuem „Gender“ Geschwurbel – die Farbphobikerin?) in mir, wollte sich auf den Boden werfen und die Augen ausreissen. Der höfliche Mensch (ha! nehmt das ihr Gender Heinze/Heinzinnen!) in mir wies mich darauf hin, dass dies a) eine fürchterliche Sauerei gibt, b) dafür sorgt dass ich dann dauerhaft blind bin, c) das wirklich kein Verhalten für die Öffentlichkeit ist, und ich liess es halt bleiben.

Mit leicht verkniffenen Lächeln fragte ich ob vielleicht etwas „Schlichteres“ da wäre. Ja, sicher flötete die nette Mitarbeiterin. Zur Auswahl stand dann ein Badeanzug mit „dezentem modernen floralen Muster“ (Augen ausreissen!!), ein schwarzer der leider zuviele sinnlose Ziernähte hatte und die Frage ob ich vielleicht einen „Tankini“ probieren will. Ich guckte etwas blöde „Tankini??“

Nunja, ich weiss jetzt also dass ein Tankini ein Teil ist wie ein Bikini, nur dass so viel Stoff vorhanden ist, dass Bauch und Rücken trotzdem bedeckt sind. Es handelt sich vermutlich um die rasend clevere Wort-Kombination aus Tanktop und Bikini. Und nein, ich habe wirklich keinen Schimmer was das für einen Sinn hat oder haben soll. Ich hab die Dame auch nicht gefragt, die hat schon meine Unkenntnis aus der Bahn geworfen. Noch mehr outen muss ich mich ja nicht.

Nun bin ich also stolze (oder eher verwirrte) Besitzerin eines Tankinis in dunkelblau mit sinnfreien weissen Streifen an den Trägern. Und habe damit noch das kleinstmögliche Übel erworben.

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