Pay no mind, I’m doing fine

So, ich habe jetzt ca. 10 Minuten damit verbracht über einen Titel zu grübeln und das auf später verschoben. Dann habe ich drei- oder viermal angefangen und jedesmal gelöscht. Dieses ständige Lamentat macht einfach keinen Spass.

Also sei in ganz wenigen Worten erwähnt dass erkälten während der Bestrahlungsphase sehr blöd ist, weil man a) krank in der Gegend rumliegt und b) sich die Bestrahlungsphase dadurch noch mehr in die Länge zieht wenn man ein paar Mal aussetzen muss. Aber es ist einfach unmöglich hustend und schniefend 5 Min still zu liegen. Unangenehm ist auch, wenn sich Haut ablöst, das klingt nicht nur eklig, das sieht auch so aus und fühlt sich sehr unfantastisch an.

Abgesehen davon frage ich mich manchmal ob diese ganze Sache eigentlich wirklich so richtig zu mir durchgedrungen ist. Klar, ich versuche noch gelegentlich mein Glück mit „Ihr müsst nett zu mir sein, ich habe Krebs!“, bzw. neuerdings auch „Ihr müsst nett zu mir sein, ich bin behindert!“ (bin ich wirklich, ich hab einen ganz offiziellen Schwerbehindertenausweis mit Einstufung 80) Blöderweise kennen mich die Leute bei denen ich das versuche gut genug, um mir wahlweise leichte Schläge auf den Hinterkopf, ein müdes Lächeln oder ein gelangweiltes „jaja“ anzubieten. Meistens nehme ich dann das „jaja“.

Insgesamt ist es aber schon so, dass ich mich frage ob da irgendwann nochmal eine mittelschwere Seelenkrise folgt, bisher hatte ich dazu auch nicht die Zeit (klingt blöd, ist aber so), oder ob ich das ganze tatsächlich einigermassen entspannt überstehe. Vielleicht sollte ich das mal das Prinzip von Ralph aus den Simpsons probieren, mir einen halben Tag Zeit nehmen und „Brustkrebs Brustkrebs Brustkrebs … “ schreiend um meinen Couchtisch laufen. Muss ja keiner mitkriegen.

Interessant wird auch wie das später wird, also so nächstes Jahr. Bis dahin ist auch meine Anschluss (Abschluss?) Heilbehandlung rum und ich hab nur noch die Herceptin Therapie. Dann ist wieder normales Arbeiten angesagt und im Grossen und Ganzen ist das Thema abgehandelt. Geistig halt nicht. Und wie ich das dann regeln werde, würde mich heute schonmal interessieren. Aber gut, ich werds dann irgendwann merken, wenn ich Glück habe.

Und es wäre immer noch schön, wenn es endlich mal Motivation in Dosen zu kaufen gäbe. Ich war seit Ende September nicht mehr arbeiten, und habe die gesamte Zeit nichts gemacht. Also nichts annähernd sinnvolles. Es gibt ein paar offene Baustellen, die mich ab und an vorwurfsvoll anstarren. Ich starre dann zurück und ignoriere sie danach weiter. Prokrastinieren ftw! Manchmal glaube ich, ich prokrastiniere nur, damit ich ja nichts fertig habe, weil ich mir ja dann was neues überlegen müsste. Schwachsinniger Selbstbeschiss, aber klappt seit einem Monat erschreckend gut.

Ach, und ein ganz profanes Problem: Da ich mich im Dezember ja bis 1 oder 2 Tage vor Weihnachten in Reha tummeln werde, muss ich zusehen dass ich alle notwendigen Geschenke im November organisiere. Das tut meiner Planung, meinem Konto und sicherlich meinen Nerven weh.

Naja, relativ viel Text ohne viel zu sagen. Das hat die kleine Lain ja wieder gut hingekriegt, aber wenigstens ist ihr ein Titel eingefallen.

(Title ref: Foo Fighters, On the Mend)
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