I can haz decision?

Residenzgarten

Residenzgarten

Ok, ich wohne jetzt schon fast sieben Jahre hier. 7 Jahre Tibet, äh, Würzburg.

So lange habe ich es seit meiner Kindheit nicht mehr an einem Ort ausgehalten. Wirklich gerne lebe ich hier auch immer noch nicht. Es fällt mir schwer, gerne in einer Stadt zu leben deren Hauptbahnhof um Mitternacht komplett geschlossen hat, keine Zigaretten kaufen, nichts zu trinken … Eine Stadt, für deren öffentliche Verkehrsmittel „1+4“ nicht 5 ergibt, sondern 4 Haltestellen. Offensichtlich zahlt man schon für die Benutzung der Einstiegshaltestelle.

Eine Stadt mit einer Bürgerinitiative für eine ruhigere Innenstadt, was soviel bedeutet wie Zapfenstreich um 22.00, zumindest könnte es einem bei miesen Wetter so vorkommen. Eine Stadt, die trotz vieler Studenten eine durch und durch bürgerliche Art versprüht.

Eine Stadt, bei der meine Freunde mich öfter mal bemitleiden mit „naja, du musstest ja nach Bayern ziehen …“

Es ist nicht alles schlecht hier. Aber es ist auch nicht vieles richtig gut. Und gerade zu dem Zeitpunkt, an dem ich tatsächlich sowas wie ein soziales Umfeld um mich herum gebastelt habe, stellt sich mir die Frage ob es nicht an der Zeit wäre, sich jobtechnisch mal wieder anderweitig umzusehen. Da ist jedoch klar, dass ich innerhalb dieser Stadt nicht suchen muss.

Also hiesse es wieder umziehen, neue Leute kennenlernen, beschnuppern, abhaken als Deppen, oder die Arbeit investieren sie näher kennzulernen, zaghaft Bekanntschaften zu Freundschaften ausbauen. Kneipen, Buchläden, Cafés, Ärzte und Restaurants suchen. Und ganz ehrlich, mir fehlt dazu immer noch die Energie. Vom Frustrationslevel her wäre es langsam Zeit, man kann immer noch endlich lange maulen und nichts tun. Aber umziehen, neue Wohnung suchen und diesen ganzen Sozialtanz nochmal starten? Puh …

Sollte jemand wissen wie man sich mehr Gelassenheit im Job zulegt, mehr Distanz zu seiner Arbeit aufbaut und arbeitsbezogene Themen einfach in der Firma lässt, wenn man abends geht: bitte verratet es mir. Bitte!!

5 Gedanken zu “I can haz decision?

  1. Lösung A: FYA-Einstellung… Wobei das irgendwie auch nur begrenzt klappt.

    Lösung B: Glückwunsch! Mit ergreifen eines mehr oder weniger kreativen Jobs haben Sie alle Rechte am traditionellen „Arbeit endet an der Bürotür“ verwirkt. Sie haben Ihre Seele und, noch viel schlimmer, ihren Kopf verkauft. Zukünftig werden Sie ungelöste Probleme und Projekte ohne Rücksicht auf Tageszeit, Feiertag, Urlaub oder sonstige Unpässlichkeiten verfolgen.
    Gewöhnen Sie sich einfach dran, dass sie der Blitz beim Sch… öhm… dass Ihnen gute Ideen dann kommen wenn sie am wenigsten damit rechnen. 😉
    Sollten Sie das nicht wollen, hätten Sie sich das vorher überlegen sollen. Sie dürfen Ihren Unmut aber gerne mit folgendem Satz zum Ausdruck bringen:
    „Hätt‘ ich doch mal was g’scheites gelernt… Maurer, Metzger, Bäcker oder Müllmann…“

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