Lost in Music

So könnte man das bei 4 Tagen Umsonst & Draussen schon bezeichnen.

Aufgrund suboptimaler Planung und Bedrohung durch Fussballspiele konnte ich leider nur zwei Tage davon wirklich ausnutzen, macht aber nix, Füsse haben trotzdem geschmerzt.

Ich bin ja bei Musik manchmal etwas kompliziert, das U&D ist jedoch wirklich eines der Events bei dem ich immer etwas finde, was mich glücklich macht.

Dieses Mal zum Beispiel die Jungs von Godzilla was a friend of mine … klingen ein wenig wie At the Drive-In bzw. Mars Volta, eine angenehme Art des etwas unberechenbaren Post-Core Indie Rock (oder wie auch immer man so eine Musik derzeit nennt, ich bin da ja so ein bisschen raus)

Im Anschluss Willie Tanner, deren MySpace Seite lautet ‚Willie Tanner rocks‘, nunja, ich hab Alfs Pflegevater zwar immer viel Sympathie entgegengebracht, aber ‚der rockt!‘ wäre mir bei dem sicher nie eingefallen. Zum Glück kann man das von der Band nicht sagen. Gerüchten zufolge werden sie nicht gerne mit Guano Apes verglichen, dann lass ich das jetzt mal und verweise nur auf angenehm rustikalen Rock mit einer Leadsängerin, die die Haare schön hat (wenn man pinkblond und lang mag), und eine beeindruckend kräftige und rotzige Stimme hat, da geht bestimmt noch was mit denen.

Im vorbeilaufen ein paar Takte von Under Influence auf der U25 Bühne abgegriffen, joar, ich werd wohl alt, ich kann mit dieser Korn / Slipknot / Disturbed Schiene einfach nicht mehr so richtig. Ok ok, ich bin schon alt, sorry.

Herrlich angenehm waren Famarama, schöne Soulstimme, jetzt noch weniger Cover und mehr Eigenproduktion und da steckt echt was drin. Sehr süss war die Ansage „ich stell euch jetzt mal die Band vor“. Bei einem Duo klingt das irgendwie … drollig. Nachdem die Dame dann auch während den 20 Minuten Auftritt etwa viermal erwähnt hat, dass sie eine Facebookseite haben, war ich brav liken, ich hatte Angst sie sagt es sonst nochmal 🙂

Zu meinem Unmut sind mir Of Mountains & Seas entgangen, die hätten mich sehr interessiert, statt dessen hab ich dann das krasse Gegenprogramme  Cäthe angeguckt. Die haben auch eine eigene Website, aber die ist so schrecklick flashig, dass ich sie hier nicht verlinken will. Schöne Musik, hyperaktive Sängerin mit wirklich wirklich guter Stimme und intelligenten Texten. Für mich so die typische Band, die ich mir liebend gerne live ansehe, aber nicht zuhause auf Platte haben muss.

Bei Tallulah Rendall hatte ich entweder höhere Erwartungen oder war aufgrund der Gespräche zu sehr abgelenkt, schwer zu sagen. Ein weiteres Ärgernis war das Verpassen von Hellsongs, Schweden die sich mit Akkustikgitarren und einer zarten Frauenstimme dem Thema Metal und Rock stellen. Interessant, nicht jedermanns Sache und meine sicherlich nicht oft, aber so als Abschluss wär es sicher schön gewesen.

Sonntag war dann der eigentliche Feiertag des 25jährigen Geburtstags, jede Menge Künstler die vor einigen Jahren schon auf diesen Bühnen standen und sich nochmal eingefunden haben. Mir persönlich haben da die Steve Roscoe Band mit einer tollen Blues-Stimme und Four Wheel Drive – ich hab mich gefühlt als wäre ich 16 – am Besten gefallen.

Insgesamt wie jedes Jahr, sehr gute Bandauswahl, nicht nur wegen ihrer Musik, sondern wegen der Freude, die Künstler an den Auftritten haben, das gilt für die U25 Bühne genauso wie für die erfahreneren Künstler auf den großen Bühnen, „die wollen doch nur spielen“.

Mindestens ein Freund von mir ist durchaus willens nächstes Jahr wieder zu kommen, vor allem nach dem Kaffeezelt.

Spontan würden mir für nächstes Jahr nur zwei Verbesserungsvorschläge einfallen. 1) Mehr Kuchen!! und 2) Regenjacken mit U&D Logo?

Ansonsten danke für Orga, eigentlich recht gutes Wetter, Bändchen, gute Musik und das übliche grosse Lob an die ganzen eher unauffälligen Leute, die Fahrradbewacher, die Menschenbewacher, die Klobewacher- und Aufräumer, das Team an den Kaffeemaschinen, die Techniker, die armen Auf- und Abbauleute und halt einfach alle die damit mehr zu tun haben als ich fauler Konsument.

Ich erspare euch jetzt den Anblick irgendwelcher Handybilder, Gerüchten zufolge liefen eine Meute Blogger über den Platz mit Kameras im Wert von 3-4 Macbooks und mehr Gewicht als ein Sixpack Bier.

Einfach mal hier auf dem udwue Blog schauen, die Bilder werden verlinkt bzw. wurden teils schon verlinkt.

p.s: Danke an die Jungs von Four Wheel Drive die einen U&D Song mit auf’s U&D gebracht haben!

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2 Gedanken zu “Lost in Music

  1. Pingback: Blogging Rööö » Umsonst & Draußen 2012. So war es.

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