Warren Ellis or: How I learned to love the Gun Machine

Gun Machine

Gun Machine

Ich bin bekennender Warren Ellis Fan, Transmetropolitan mag ich sehr gern. Mir fehlen übrigens noch Bände *hint hint* (ja, ich finde Spider Jerusalem fürchterlich sympathisch). Die Verfilmung von RED fand ich eher nunjaaaa…, Freakangels hat mir sehr gut gefallen und Crooked Little Vein war auf seine kranke Art grandios. Obwohl ich ihm auf Twitter folge und öfter mal gucke was auf seiner Webseite so läuft, habe ich Shivering Sands mit Spass gelesen und mich seit Monaten schrecklich auf sein neues Buch gefreut.

Einen sehr schönen Trailer gibt es übrigens auf YouTube, gelesen von Wil Wheaton und gezeichnet von Ben Templesmith (und ich hätte jetzt gern eine Audiobook Version)

Das Buch ist, hm, anders als ich nach Crooked Little Vein erwartet hätte, aber gefällt mir sehr gut. Klar, Herr Ellis hat immer noch seine ganz eigene Art Dinge zu sehen und scheut sich überhaupt nicht dies verbal umzusetzen, es ist nicht mehr so schräg wie CLV, aber es würgt dem Leser immer mal wieder etwas rein. Es ist als würde er immer wieder versuchen einem die Krankheiten dieser Welt vor Augen zu führen. Und die Arten wie Menschen versuchen, damit umzugehen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

Die zugrunde liegende Idee gefällt mir sehr gut, ich will aber eigentlich nichts spoilern weil ich gerne hätte, dass ihr das gefälligst selber lest. Nachdem CLV übersetzt wurde, baue ich darauf, dass auch Gun Machine ins deutsche übersetzt wird. Also eine Ausrede weniger. (Wobei ich davon abraten würde, ich glaube es ist eine grosse Herausforderung seine gerne mal „dreckige“ Ausdrucksweise in entsprechendes Deutsch zu übersetzen)

Lest es, es liest sich recht schnell, ist nichts für sehr zart besaitete Leute – und nicht mal Feminist*innen können sich beklagen, an Frauencharaktern verschiedenster Art mangelt es überhaupt nicht. Alle Charaktere haben ihren eigenen Schlag, das gute ist bei Ellis ja, dass es keinen Saubermann-Helden gibt, alle Protagonist*innen haben ihre persönlichen Kämpfe. Gleichzeitig schafft er es nicht mit den quasi üblichen Polizei-Krimi Klischees zu spielen.

Da ihr natürlich nicht bei amaz** einkauft, bestellt ihr die Bücher hübsch brav bei Hermke’s Romanboutique. Wenn ihr Pech Glück habt, kauft ihr es beim Burn, der euch dann noch schnell ganz viele andere Dinge von Warren Ellis aufschwatzen empfehlen wird.

Wenn ihr Crooked Little Vein noch nicht gelesen habt, guckt ihr mal hier und lest das dann auch.

Nebenbei erwähnt: die Paperback Version ist recht gefällig, schönes Cover-Design, Papier ist vergleichsweise gut (nicht das billige Tradepaperback Papier dass man schräg anguckt und das dann vor Schreck abfällt).

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