Hallo, mein Name ist Lain, und ich fürchte ich bin Feministin

So müsste ich mich wohl bei einer Selbsthilfegruppe vorstellen.

Ich hab mich ja langsam von „Bah, bleib mir weg mit dem Emanzenkrams“ zu „Hmm, ich weiss noch nicht so genau was ich von der heutigen Feminismusbewegung halte“ entwickelt.

Das weiss ich auch immer noch nicht, aber im Gespräch nach so ca 1.5 Flaschen Wein (für uns beide!!) habe ich mich dann dabei ertappt da viel Verteidigung an den Tag zu legen. Angefangen hat das ganz harmlos irgendwie mit dem Thema Quote, ich sehe mittlerweile keine gangbare Alternative mehr. Ich denke mit der Quote haben einige betroffene Frauen erstmal schrecklich eine Arschkarte gezogen wegen „Die ist hier ja nur Quotenfrau“, aber ich denke nur durch den Zwang erreichen wir eine Gesellschaft, die das dann nicht mehr als etwas besonderes empfindet wenn eben eine Frau CEO ist. Ich glaube einfach nicht daran, dass wir das aus reiner Vernunft hinkriegen können. Schade, aber wir Menschen sind halt irgendwie doch doof.

Vielleicht war es der Alkohol. Aber Kinder und Betrunkene (und ganz besonders betrunkene Kinder!) sagen die Wahrheit. Mein inneres Ich ist mit dem Feminismus weiter als mein äusseres Ich. Mal gucken ob die beiden sich mal einigen, und auf was.

Nach wie vor als störend finde ich die dogmatische Herangehensweise die bei manchen in diesem ganzen Feminismus-Dunstkreis. Vermutlich störe ich mich deshalb noch daran mich als Feministin zu bezeichnen, da gibt es Exemplare mit denen möchte ich wirklich wirklich nicht auf die gleiche Stufe gestellt werden. Trotzdem sehe ich die Notwendigkeit, auch für die radikaleren und dogmatischen Vertreter und Vertreterinnen. Und sei es nur dafür, dass das Thema nicht wieder komplett einschläft, denn faktisch sind wir nicht in einer gleichstellenden Gesellschaft, auch wenn einige das gerne weg ignorieren (und ich kann mir hier auch nicht ausnehmen).

Auf eine geistige Weiterentwicklung, die von alleine statt findet, zu hoffen ist tatsächlich noch blauäugiger als ich.

Also, wer mit mir das Thema besprechen will, flösst mir vorher ca. 1 Flasche Wein (rot, trocken, kräftig!) ein, mein inneres Ich ist dann auch voll bei Sache 😉

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