Wochenend Murphy die Zweite

So, jetzt bin ich also seit dem 11. Juni wieder in Freiheit und freute mich auf ein entspanntes Wochenende. Schmerzfrei war ich ja, also ausschlafen, wenig tun und das konzentriert, etc etc.

Wundervoller Plan. Also hätte es geklappt. Hab dann doch lieber was anderes gemacht.

Freitag abends beim Essen denken „oh, juckt, naja, ist vermutlich normal, Heilprozess und so“ Eine Stunde später heimgehen, weil man denkt „irghs, der BH scheint auf der Naht zu schubbern, ich zieh den mal aus“ Zuhause vor dem Spiegel stehen, und denken „Grossmutter, warum bist du so rot? Und warum bist du so dick? Und warum bist du eigentlich so heiss?“

Gut, Kontrolltermin ist am Dienstag, das ist noch ganz schön lang hin, hm, ich ruf da mal an. Mit einer Dienstärztin geredet, die mir empfohlen hat „kurz mal vorbeizukommen und das anschauen zu lassen“ Jetzt auf die schnelle jemanden finden, der um die Zeit noch nicht betrunken ist. Mit einer Riesenportion Panik im Bauch hinfahren lassen, halbe Ewigkeit warten, ultraschallen, Blut absaugen lassen und wurde heimgeschickt mit den Worten „Wir rufen sie an wenn die Ergebnisse vorliegen“. Heimfahren lassen, nicht über Los gegangen, schnell Frust Cuba getrunken, so gegen 12 dann doch mal in’s Bett. Natürlich klingelt dann um 00:12 die Klinik durch. Ja ne, die Werte zeigen eine klare Entzündung, da müssen sie Antibiotika nehmen. „Und wo krieg ich das um die Uhrzeit her?“ – „Ja, kommen sie kurz vorbei, das Rezept hinterlege ich hier auf der Station, und zwei Tabletten leg ich auch dazu, sie müssen jetzt sofort damit anfangen. Ach ja, morgen kommen sie dann zur Kontrolle noch mal her“ Yay me!

Schön, dass man Leute kennt, bei denen man noch einen Nachtanruf gut hat, nochmal zur Klinik.

Dann noch am Samstag, am Sonntag und am Montag. Der 4square Mayor Titel bleibt erst mal gesichert. Bald rede ich vom Hof der Frauenklinik vermutlich als „mein Garten“. Immerhin sind die Werte besser geworden, das Antibiotikum hat voll zugeschlagen.

Gestern gab es die erste Auffüllung, mit einer gefühlt 3m langen Nadel wird dann durch den Brustmuskel in das Ventil gestochen und die Flüssigkeit reingepumpt. Habe jetzt ein Wahnsinnsvolumen von 125ml.

Und Schmerzen. Und gleich Krankengymnastik. Sagte ich schon yay me?

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