Star Dreck, into Oblivion – Spoileralert –

Arrrrgh, bitte lieber Herr Abrams, konzentrieren Sie sich jetzt darauf das Star Wars Universum kaputt zu spielen, mit Star Trek hatten Sie dabei ja bereits grossen Erfolg. Oder wie sonst erklärt sich Into Darkness?

Ich hatte ja irgendwie gedacht das klappt jetzt besser. Was sich im Reboot von 2009 schon abgezeichnet hat, haben Sie jetzt finalisiert. Glückwünsche.

Während es damals noch ganz witzig gewesen sein mochte den grossartigen Nimoy nochmal kurz in’s Bild zu bringen, war diese Zeitreisestory eher etwas hanebüchen und jetzt den Khan wieder aufzutauen ist ja wohl eine Nullnummer gewesen. Nichts gegen B. Cumberbatch, der gefällt mir auch in der Rolle recht gut. Aber Khan? Muss dit denn?

Aber jetzt einfach mal das Ende vom Zorn des Khan in umgedreht einzubringen? Wat soll dit denn? Und was soll dieses charakterlose Töchterchen? Sie wissen schon, die Blondine die etwas blass durch’s Bild schleicht, einmal schreien darf, Daddy ohrfeigen darf und sonst nicht weiter auffällt? Hat sich das Gleichstellungskomitee beklagt und es wurde schnell noch eine Frau in’s Drehbuch geschrieben? Als Alibi? Denn zu mehr taugt die Gute leider nicht.

Der Sidekick von Scotty entwickelt sich übrigens langsam zu einem stummen Jar Jar Binks. Ich seh schon, Sie üben für Star Wars.

Sorry, aber es wirkt immer mehr als wären Filme für Sie die Spielzeuge eines Jungen. Mamaaa, ich will ein neues Raumschiff!!! Ein grösseres, besseres, das ganz doll viel Damage machen kann!! – Ja Bub, hier haste eine Dreadnaught Klasse, guck, die ist sogar schwarz! Und vieeel grösser als die Enterprise, die kann sogar in Warp überholen – Uiii, die ist toll, die mach ich dann nachher aber trotzdem kaputt. – Ja mach nur, Hauptsache du bist jetzt still.

Und diese Beziehungskiste, ist das auch Trockenübung für Star Wars oder was soll der Quatsch? Das war ja schon im letzten eher unnötig und das wird auch nochmal aufgewärmt?

Was kommt als nächstes? Uhura und Spock müssen während der Hochzeitszeremonie nochmal schnell Wale retten?

Ganz ehrlich, wenn Ihnen und den Drehbuchschreiberlingen nichts Neues mehr einfällt, lassen Sie es doch einfach. Bittedankeschön.

 

 

Nerdywood

Manche dummen Facebookgespräche sind es einfach wert aufgehoben zu werden. Da liest man nichts böses ahnend den Plan der Alfresco DevCon durch…

Alfresco Devcon mit Talks wie „Unlocking the Secrets of Alfresco Authentication“ … Gespräch mit Kollegen ergibt noch folgende Vorschläge:

  • Ich weiss wen du letzten Sommer authentifiziert hast (Kollege A)
  • Sessions: 28 Tage später
  • Das Schweigen der Entwickler (Kollege A)
  • Alfresco Rises (Kollege A)
  • Document Management Begins
  • Injection: The Spring Experience
  • House of 1000 Exceptions (Kollegin B)
  • Die Nacht der lebenden Exceptions
  • Dawn of the Docu (Kollege A)
  • House of Share
  • Final Development (Kollegin C)
  • Dance of the Dashlets (Kollegin C)
  • Army of Configs
  • Code hard – With a vengeance (Kollege A)
  • Die Uncastables (Kollege A)
  • Integer Jones und der letzte Catchblock (Kollege A)
  • Alfresco 4 – Recursion (Kollege A)
  • Array Potter and the deathly RegEx
  • Der Tag an dem der Compiler stillstand (Kollege A)
  • No country for old code (Kollegin B)
  • Der mit dem .war tanzt  (Kollegin B)
  • Für eine Hand voll Fixes (Kollegin B)

immer diese Nerds… (Kollege D)

Manchmal ist das mit Facebook gar nicht so schlimm 🙂

Er kam wieder

Hm, ja, also zur Abklärung der Grundlagen:

T1 => yay!
T2 => yay!!
T3 = does not exist
SC Chronicles => ok’ish

Heute dann ein wenig nervös in T4 gegangen, klares Pro-Argument war für mich der Bale, klares Urrgh-Argument war McG und der Rapper/HipHopper/Schauspieler/whatever.

Und ja, ich kann guten Gewissens sagen ich mochte ihn. Ja klar, die Story ist *ein wenig* fragwürdig. Aber diese Fallout Atmosphärik war gut gemacht, für die stylishen Vintage Klamotten haben sie sich wohl Anregungen bei den Costume Designer von Resident Evil geholt. Die Hydrobots erinnerten ein wenig an Matrix Sentinels, das T600 Modell ein wenig an den Endmob aus Resident Evil Film 1, die diversen Bot Modelle waren ganz witzig. Score hat gut gepasst, aber NIN gabs natürlich nur im Trailer.

Männer um die 40 sollten wohl nicht reingehen, zumindest meine Begleitung hat sich einmal panisch ans Herz gefasst und etwas erschrocken gewirkt. Gesamter Ersteindruck war aber gut, muss ihn mir auf DVD mal auf englisch antun. Ironside wieder zu sehen war eigentlich auch nett, wenn auch nur in kleiner Nebenrolle. Was der HipRapSchauspieler da drin sollte, ist mir jedoch immer noch nicht klar. Sam Worthington war eigentlich ok, hätte man aber mehr rausholen können. Sehr amüsant war das geradezu hypnotisierende ständige Wiederholen des Namens John Connor. Und ich möchte mal wissen warum in Endzeit Szenarien *immer* aus irgendwelchen Löchern / Gittern / Röhren Feuer schiesst. Bitte, ich verstehs einfach nicht.

Immer wieder lustig sind auch die Computer in Filmen. Animationen bei denen ich doch ständig blöde kichern muss. Beim Sony Product Placement ist mir leider auch ein relativ lautes „Oh mein Gott, Scheisse nein!!“ rausgerutscht, sorry an die Nachbarn hierfür, war aber nötig. Und die Motorbots sind, hm, ja, nett anzusehen und KI technisch etwas under equipped … gigglig, quasi.

Und ja, Chekov ist Batmans Vater. Trotzdem gutes Kino.

Stardust zu Staub

Ich gebe zu, ich hätte es wissen müssen. Ich hätte mittlerweile lernen müssen nicht in Buchverfilmungen zu gehen und zu erwarten die grundliegende Geschichte zu sehen.

Zumindest nicht sehr viel davon. Aber dass es gleich so wenig sein musste ist nun wirklich sehr bitter. Warum muss man eine wirklich gute charmante Geschichte nehmen, aus Gründen des knappen Budgets oder Publikums-Kompatibilität kürzen, verdrehen und schlicht abändern? Ist es wirklich nötig den „Star Schauspielern“ mehr künstliche Rolle zu zu gestehen? Wenn ja, dann nehmt das nächste Mal jemand anderen. Ist es notwendig flachen Humor einzubauen? Reicht denn nicht subtil schwul? Muss es so stockschwul sein dass jeder schwule Transvestit sich vermutlich in Grund und Boden schämt? Ist es wirklich notwendig kitschige Happy Ends zu benutzen wenn einem ein durchaus plausibles Ende zur Verfügung steht? Muss man zickigen Mädchen tatsächlich den Reife- und Alterungsprozess nehmen? Vermutlich, denn man zeigt ja auch den Lernprozess des Hauptprotagonisten nicht. Warum wird überhaupt der Charakter der Charaketere geändert?? Kämpfe? „Mehr Action, immerhin sind wir hier in Hollywood“ oder was? Und warum bitte dürfen Sterne Stimmen bekommen aber ein Baum nicht? Und warum war es dann nicht wenigstens korrekterweise die Mutter statt irgendwelcher Schwestern? Warum müssen die eigentlichen Verbindungen von Anfang an angedeutet werden? Damit die Leute nicht gelangweilt gehen weil sie nichts verstehen?

So viele Fragen, soviel Frustration.

Zur Verteidigung muss gesagt werden dass
a) jemand der das Buch nicht kennt, durchaus Gefallen an dem Film hatte
b) jemand der das Buch kennt und mit einem schlechten Gedächtnis gesegnet ist, ebenfalls Spass am Film hatte

Und ich hoffe noch auf den Trost dass der Film in englisch vielleicht mehr taugt. Gott, dieser Optimismus ist so abartig …

Kino und kein Roman des Jahrzehnts

Ich war in Schräger als Fiktion. Mit viel Sorge darüber ob ich danach wieder ein schrecklich schlechtes Gewissen haben würde angesichts der Tatsache dass ich faktisch nicht schreibfähig bin. Ging aber. Der Film selber … hm … ja … ich weiss nicht. Ich stehe ja auf Emma Thompson und Maggie Gyllenhall. Aber der Hauptdarsteller … Will Irgendwas (kann er aber nicht). Ich will keinesfalls behaupten dass er schlecht war, irgendwas an ihm mochte ich nicht. Vielleicht kommt mir der Film zu unausgegoren vor, zuviel Schwanken zwischen Komik und Ernst. Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen. Und vielleicht haben mir die Idioten im Kino den Film versaut. Ich hasse es einfach wenn ich mich auf einen Film freue und dann einige Leute drin sitzen, die an wenig amüsanten Stellen laut und lang lachen und dabei wie Schafe klingen. Das nimmt mir die sofort etwas Freude am Film. Und hat desaströse Folgen für mein Vergnügen.

Jetzt muss ich mir Sorgen machen wenn ich Smoking Aces sehen will und 300. Und meine fiese bessere Hälfte zwingt mich in Ghost Rider zu gehen. Alleine die Vorstellung treibt mir Tränen in die Augen, allerdings habe ich gedroht ihn bei jedem „Let’s ride“ zu beissen. Ansehen muss ich ihn zwar trotzdem, aber er wird darunter genauso leiden wie ich.
Und ein schlechtes Gewissen habe ich jetzt trotzdem wegen der Unfähigkeit zu schreiben. Aber ich lese in letzter Zeit wieder zuviele Bücher die mir klar machen dass ich so etwas nie erreichen werde. Frustrierend, irgendwie. Jedoch merke ich jetzt beim Schreiben dass ich diese Sache eigentlich abgehakt habe. Ich trauer ihr ab und an nach, aber ohne das Bedürfnis etwas zu ändern. Es scheint als hätte ich eingesehen dass das nicht „my way“ sein wird. Schade, gewissermassen, denn zuviel Realismus tut mir nicht gut. Es kann auch Angst vor dem Versagen sein, das will ich gar nicht leugnen.
Und blöderweise habe ich völlig vergessen ob ich jene Kurzgeschichte eigentlich eingesandt habe oder nicht. Diese ganze Zeit des Klinikaufenhalts habe ich mit einem hübschen Nebel des Verdrängens umgeben. Es ist möglich dass ich sie eingeschickt habe und nie eine Antwort erhalten habe. Es war aber glaube ich wirklich nicht die richtige Thematik fürchte ich. Anderseits, gibt es eine richtige Thematik? Ist nicht alles was jemand für niederschreibenswert hält, in diesem Moment die richtige Thematik? Sicherlich gibt es auf der Welt abertausende Bücher, die die Welt tatsächlich nicht braucht. Trotzdem möchte ich nicht diejenige sein die den Autoren das Recht dafür abspricht.

Na prima, und schon bin ich wieder frustriert. Mein Therapeut würde mir auf die Finger hauen dafür. Und ich muss zugeben es gibt Augenblicke da vermisse ich ihn …

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Was ist Superman Returns?

Ein Fest. Ganz ehrlich. Scheinbar muss man Superman mögen, die beiden Herren mit denen ich im Film war – beides keine Fans – waren eher gelangweilt. Macht nichts, selber schuld.

Ich persönlich war entzückt. Der Superman Darsteller macht seine Sache recht gut, Clark Kent ist vertrottelt, ungeschickt und als Superman strahlender denn je. Lois Lane kann nach wie vor nicht buchstabieren und Jimmy ist noch immer ein nerviger kleiner Fanboy.
Kevin Spacey als Luthor ist ein Fest („Krrrrrrrryptonit“).

Der Film macht genau das, was er sollte, er feiert Superman. Den Godfather of Heroes. Hat mal jemand gesehen dass Batman ein Flugzeug fängt? Nein? Oder Spiderman? Eben …

Er ist unantastbar, überirdisch, und wie es sich gehört leicht biblisch, mythisch. Als die Daily Planet Kugel (zum x.ten Mal) gen Boden sinkt, und Superman sie auffängt und wie Atlas mit der Erde auf den Schultern dasteht…hach. Und er ist eben derjenige der alles kann, kein anderer bringt derart stressige Tage hinter sich. Im Vorbeirauschen Steinbrocken mit einem Augenblinzeln verglühen, damit die panischen Passanten nur noch mit einem kleinen Ascheregen kämpfen müssen, das Feuer geplatzter Gasleitungen mit einem leichten Hauch still-legen, das alles kann eben nur er.

Er ist der Vater und der Sohn (wo der heilige Geist ist, ist unklar, aber Daddy Jor-El erklärt die Vater-Sohn Sache ja mehrfach), der Tod (der Kryptonit-Stich ist sehr nah an der Jesus-Speerspitzen-Wunde) und die Auferstehung (wunderbar klassiche Superman-Flug Haltung übrigens). Der opferbereite, derjenige der gen Himmel fährt um Energie zu tanken, derjenige der in Kreuzigungshaltung der Erde entgegenfällt nachdem er das Übel entsorgt hat. Der Messiahs, denn sagt nicht sein Vater dass er die Welt als Vorbild verbessern könnte? Er spricht mit dieser strahlendes-Idol-Haltung ja sogar die Freundin des Bösewichts an, letztendlich ist es ihr erwecktes Mitgefühl, das Luthor das Handwerk legt.

Kurz: der Film ist rundum gelungen. Eine Hommage an Reeve, eine Feier für den Meister der Helden, ein klassischer Superman. Nichts modernisiertes an den Charakteren, ein Fest.

Mir fehlen die Worte

gut: ich habe internet daheim
gut: ich habe eine küche gefunden

schlecht: ein deutscher namens bernd eichinger verfilmt einen französischen roman.

warum? haben die franzosen ihre filmemacher ertränkt? den schauspielern berufsverbot erteilt? muss ausgerechnet Mr Manta Manta und Das Superweib einen zynischen, sich immer leicht verbittert lesenden autor verfilmen?
ohja sicher, wir fahren die deutsche „star“schiene der darsteller auf, und ich gebe zu den dt. film gern links liegen zu lassen, ich möchte die möglichen leistungen eines bleibtreus oder eines ochsenknechts keineswegs schmälern. trotzdem stinkt es mir, noch dazu hat der stern online berichtet dass es ein wenig „komödiantischer“ verfilmt wird…warum?? das buch ist gut so wie es ist, aber scheinbar gehen wir wieder zu sehr auf die angeblichen bedürfnisse des massenpublikums ein. danke für das vertrauen!
klar, ich mochte resident evil (das lag aber wohl mehr daran dass ich hoffnungsloser jovovich fan bin), aber ma ehrlich, die letzten sachen von ihm fallen echt unter die kategorie „darf man gar nicht!“. ich sag nur fantastic four (gut dass er da schon am 2. teil sitzt) und DOA als film? hallo?? gehts noch? man muss echt nicht jedes spiel verfilmen, spätestens doom hat ja wohl gezeigt wie panne das enden kann.
und Das Parfum, mal gucken was er daraus dreht…wenn ich drüber nachdenke dreht sich bei mir auch gleich was.

ehrlich, das geht mir so fürchterlich auf ein körperteil das ich genau genommen gar nicht habe.

und am wochenende geh ich in aeon flux und komme vermutlich weinend wieder raus und verdonnere mich wieder zum kinoverbot.

die welt ist schlecht!